Zum zweiten mal haben in diesem Jahr Frauen aus unterschiedlichen Berliner Moscheen und muslimischen Vereinen zum gemeinsamen Fastenbrechen am internationalen Frauentag eingeladen. Und auch in diesem Jahr war es wieder ein voller Erfolg! Nach der Demo ging es für viele Frauen zu einem der unterschiedlichen Fraueniftars (Fastenbrechen im Monat Ramadan). Unter dem Motto „Starke Frauen, starke Gesellschaft“ entstanden Räume, in denen Frauen mit unterschiedlichen Geschichten, Erfahrungen und Perspektiven zusammenkamen – Seite an Seite, im Zeichen von Solidarität und Gemeinschaft.
Die einzelnen Orte griffen das gemeinsame Motto auf unterschiedliche Weise auf. Im BBF standen persönliche Geschichten und Erfahrungen von Frauen aus verschiedenen Lebensrealitäten im Mittelpunkt. Im Sufi-Zentrum Rabbaniyya wurde der Abend musikalisch begleitet und schuf eine besonders verbindende Atmosphäre. In der Bilal Moschee hatten Jugendliche einen Vortrag zum Thema „Rechte der Frau im Islam“ vorbereitet und brachten damit wichtige Perspektiven in die Gespräche ein.
Vor allem aber ging es um Begegnung: Beim gemeinsamen Essen, in Gesprächen und im offenen Austausch entstand ein Raum, in dem Frauen einander zuhören, voneinander lernen und sich gegenseitig stärken konnten. Der Fraueniftar zeigte einmal mehr, wie wertvoll es ist, wenn Frauen aus unterschiedlichen Communities zusammenkommen und sich solidarisch füreinander einsetzen.
Beteiligt waren das Begegnungs- und Bildungszentrum für Frauen und Familien (BBF) in Charlottenburg, die Bilal Moschee in Wedding, die Dar Assalam Moschee (Neuköllner Begegnungsstätte) in Neukölln, die Deutsche Islam Akademie in Berlin-Mitte, das Deutsche Muslimische Zentrum in Moabit, die Isa-Beu-Moschee in Neukölln, das Sufi-Zentrum Rabbaniyya in Tempelhof sowie das Zentrum für Religion, Mensch, Gesellschaft in Neukölln.
Der berlinweite Fraueniftar wurde vom Netzwerk Berliner muslimischer Frauen initiiert, das im Rahmen des Projekts kiez-einander der RAA Berlin entstanden ist und von diesem koordiniert wird. Unser Ziel ist es, dass Austausch, Solidarität und gemeinsames Essen am internationalen Frauentag – ähnlich wie der Tag der offenen Moschee (ToM) – dauerhaft zu einem festen Termin im Berliner Kalender werden – neben gemeinsamen Demonstrationen für Frauenrechte und weitere wichtige Events.
Frauensolidarität und Frauenpower auf vielfältige Weise!





